
An verschiedenen Stellen im Gelände kann man zur Zeit Sträucher sehen, die kahle Partien haben und mit Gespinst überzogen sind. An Spinnfäden hängen oft elfenbeinfarbige Raupen. Verursacher des Kahlfraßes und des Gespinstes ist häufig die Pfaffenhütchen-Gespinstmotte (Yponomeuta cagnagella) https://de.wikipedia.org/wiki/Pfaffenh%C3%BCtchen-Gespinstmotte.
Der Schmetterling und seine Raupen sind für Menschen völlig harmlos - auch wenn es gespenstisch aussieht. Die auffällige Fraßperiode der Raupe ist im Mai und Juni. Mit dem von den Raupen
erzeugten Gespinst schützen sich die Tiere vor dem Gefressenwerden. Danach verpuppen sich die Raupen, und im Juli schlüpft der kleiner Schmetterling (Motte). Noch im Sommer legen die
Weibchen an die Triebspitzen des Pfaffenhütchens ihre Eier ab, aus denen dann im nächsten Frühjahr wieder die Raupen schlüpfen. Die Raupen fressen im Wesentlich nur an dieser einzigen Strauchart
- dem Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus).
Der Strauch erträgt den Kahlfraß in der Regel gut, er wird mit dem Johannistrieb in wenigen Wochen wieder grün. Allerdings fressen die Raupen auch die Blüten des Strauchs, sodass in einem Jahr
mit Kahlfraß die Sträucher im Herbst keine Früchte ausbilden können.

