NachtNaTOUR am Windesheimer Berg

Am Freitag, 28. April, kamen ca. 25 Interessierte zusammen, um ab 21.00h Eulen, Fledermäuse und anderes Nachtgetier zu belauschen oder gar zu sehen. Besonders schön war, dass recht viele begeisterte Kinder dabei waren, die auch nach gut zwei Stunden Wanderung nicht quengelig wurden und ihren Enthusiasmus beibehalten haben. Und das war gar nicht selbstverständlich, denn wir waren nicht gerade gesegnet mit Begegnungen. Ein paar Fledermäuse ratterten - durch spezielle Dektektoren hörbar gemacht - durch die Nacht. Aber weder Uhu noch Waldkauz ließen sich hören oder gar sehen. Glücklicherweise hatte Rainer Michalski einige passende Demonstrationen vorbereitet, um gerade die Kinder zu fesseln.

Wolfgang Brüning wollte sich so nicht abspeisen lassen: er setzte sich 2 Tage später ca. 7h (!!) an den Wegrand und ergatterte ein paar gute Bilder von einem Uhu und seinem Nachwuchs. Danke für die Bilder!

 

Udo Baumfalk


Botanische Exkursion am Sponsheimer Berg

Am Sonntag, 23. April, waren erfreulich viele Teilnehmer (>20) gekommen, um die geführte Wanderung am Sponsheimer Berg bei Laubenheim mitzumachen. Bei bedecktem umd kühlem Wetter waren wir drei Stunden unterwegs und bekamen eine Menge interessanter Details und Geschichten zu den botanischen Kostbarkeiten, die wir am Weg fanden, zu hören. Darunter waren die Weiße Lichtnelke, Reiherschnabel, Vergissmeinnicht, Purpur-Knabenkraut,  Diptam, Mauerpfeffer .... Besonders hervorzuheben ist auch, dass sich unsere beiden "Profi-Führer" hervorragend vorbereitetet hatten und allerhand Demonstrationsmaterial mitgebracht haben. So konnten sie unter anderem die Durchlässigkeit der Leitbündel der Waldrebe oder Wilden Clematis demonstrieren, indem sie sie als Pusterohre für Seifenwasser benutzten. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, mitgegangen zu sein!

 

Udo Baumfalk

 


Auf der Suche nach Biberspuren an der Nahe

Am 09. Februar trafen sich auf Initiative von Joerg Homann von der Naturstation BMaS ein paar privat oder auch dienstlich an Bibern Interessierte mit der Biberbeauftragten von RLP, Frau Venske, um aktuelle Spuren des "Wirkens" von Bibern an der Nahe zu  finden und zu dokumentieren. In unserem Fall hatte Biber etwas mit Bibbern zu tun: Trotz kalten Windes krauchten die Acht durch das Ufergehölz und wurden auch fündig. Nicht nur stellten wir fest, dass es Fraßspuren unterschiedlichen Alters gab, wir fanden auch eine Art Fressplatz: durch einen überwucherten - und damit geschützten - Gang konnte der Biber aus dem Wasser kommen. Der entsprechende Weg war gut ausgetrampelt. Am Ende lagen mehrere angenagte Aststücke, von einer Größe, die Nutrias ausschloss. Ganz in der Nähe fanden wir durch Zufall auch eine in den Uferhang gegrabene Biberburg: einer von uns brach plötzlich mit dem linken Fuß ein und stand bis zum Knie in einem Hohlraum. Der Raum erwies sich als recht groß und wir fanden auch nach Biberart abgenagte Ästchen darin. Größe und Ästchen veranlassten Frau Venske zur Aussage, dass dies "mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Biberburg" sei.

 

Udo Baumfalk

 


Stunde der Wintervögel im Friedhof KH

Am 08. Januar 2017 trafen sich etwa 14 Vogelinteressierte am Haupteingang des Kreuznacher Friedhofes. Das Wetter war trocken, hell und nicht zu kalt, also konnte nichts schiefgehen. Wir hatten auch insgesamt Glück und konnten einige Vögel sehen und identifizieren. So fanden wir neben diversen Meisen auch eine recht große Anzahl Eichelhäher, mindestens zwei Buntspechte, Baumläufer und Kleiber sowie Dohlen, Ringeltauben und Stare.

 

Udo Baumfalk

 

 

 

 


Botanischer Spaziergang am Felsenweg bei Schloß-Böckelheim

Am 31. Mai 2016 bei windigen aber warmen Wetter entdeckten wir folgende Pflanzen :

 

Echter Haarstrang (Peucedanum officinale) in reichen Beständen überall an der Felskante und am Fuß der Felsen.

Blauer oder Ausdauernder Lattich (Lactuca perenne), ebenfalls in reichen Beständen und schön blühend. Auch der Blutrote Storchschnabel (Geranium sanguineum) prunkte mit zahlreichen Blüten. Der ebenfalls zahlreich vertretene Färberwaid (Isatis tinctoria) hatte schon Früchte angesetzt und der Bleiche Schöterich, auch Gänsesterbe genannt (Erysimum crepidifolium) war ebenfalls schon fast verblüht. Das Bergsteinkraut (Alyssum montanum) war natürlich auch schon längst verblüht, doch wir entdeckten noch einige blühende Nachzügler.

 

Drei kleine Farne : Brauner Streifenfarn (Asplenium trichomanes), Nordischer Streifenfarn (Asplenium septentrionale), Milzfarn (Asplenium ceterach), alle drei wuchsen unter überhängenden Felsen.

 

Ein besonderes Gras fiel uns auf, das Bewimperte Perlgras (Melica ciliata), graugrün in der Erscheinung, die Blätter sind oberseits dicht und kurz behaart, eine wärmeliebende Art, die sonnige Felsbänder, Mauern und Trockenrasen besiedelt.

 

Reiche Bestände gab es auch vom Schildampfer (Rumex scutatus), der gerne auf lockerem Felsgrus wächst und als „Schuttstauer“ bekannt ist.

 

Außerdem entdeckten wir sowohl die Astige Graslilie (Anthericum ramosum) als auch die Astlose Graslilie (Anthericum liliago), wobei die erste Art nur an der Böschung zur Bahnlinie hin wuchs, die zweite Art dagegen nur am und über den Felsen.

 

Weitere Arten, die uns auffielen :

 

Ausdauernder Knäuel (Scleranthus perenne) ,ein unscheinbares kleines Nelkengewächs wie die Sprossende Felsennelke (Petrorhagia prolifera), eine zierliche kleine Pflanze, Gewöhnlicher Steinquendel (Clinopodium acinos), ein kleiner Lippenblütler, der genau wie die Sprossende Felsennelke auf sehr kargen Böden vorkommt. Beide Arten sind so genannte Rohbodenzeiger, ebenso die Dolden-Spurre (Holosteum umbellatum), fruchtend, ein kleines Nelkengewächs mit bläulich-grünen Blättern, deren Blütenstiele zuletzt zurück geschlagen sind, Blütezeit März bis Mai. Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) begann gerade erst zu blühen.

 

Die Himmelschlüssel (Primula veris), die im Gebüsch an der oberen Felsenkante standen, waren natürlich schon längst verblüht. Häufig entdeckten wir auch den Hügelklee (Trifolium alpestre), leicht erkennbar an seinen drei-zähligen Blättern mit länglichen, 3 – 5 cm langen Fiederblättchen. Der Weinbergslauch (Allium rotundum) war noch nicht aufgeblüht und zeigte noch seine zahlreichen runden Knospenstände.

 

Die Rispen-Flockenblume (Centaurea stoebe oder C. rhenana), die Trockenrasen und Felssteppen besiedelt, begann gerade zu blühen.

 

Am Wegrand in Richtung der Bahntrasse wuchs häufig die Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus), die bis zu 80 cm hoch werden kann, Kleiner Wiesenknopf ((Sanguisorba minor), Hornklee (Lotus corniculatus), Zwerg-Schneckenklee (Medicago minima), dessen Hülsenfrüchte schneckenförmig aufgerollt und sehr dornig sind. Der Reiherschnabel blühte mit seinen rosa Blütchen in den anliegenden Weinbergen. Dort wuchs auch der Natternkopf (Echium vulgare), der aber noch nicht blühte.

 

Jutta Maus und Barbara Albrecht 


Botanische Exkursion auf den Lemberg zur Diptam-Blüte am 22. Mai 2016


An der Exkursion nahmen 10 Personen teil, darunter 2 Gäste aus Hessen und Dr. U. Hecker aus Mainz, der die Pflanzenwelt des Lemberg seht gut kennt und uns auf manche Rarität hinweisen konnte.

Die Frühjahrsblüher im Wald wie Scharbockskraut und Buschwindröschen oder auch der Hohle Lerchensporn waren verblüht und ihre Blätter zogen schon ein. Auch das Frühlingsfingerkraut war schon fast verblüht. Dafür war der Diptam noch nicht ganz so weit, aber man sah doch, dass er in den nächsten Tagen aufblühen würde.

Pflanzenliste:

Brauner Streifenfarn, Nordischer Streifenfarn, Gemeiner Wurmfarn,

Frühlingsfingerkraut (Blütezeit März/April), Sand-Fingerkraut (Blütezeit April/Mai, blüht gelb, ähnelt dem Frühlingsfingerkraut aber seine Blätter sind dicht filzig-sternhaarig), Silber-Fingerkraut, Felsen-Fingerkraut, Sonnenröschen, Große Sternmiere, Karthäuser-Nelke, Pech-Nelke, Weiße Lichtnelke, Taubenkropf, Zwergmispel, Felsenbirne (sehr von Raupen zerfressen), Thymian, Salomonsiegel (mit kantigem Stängel, Blüten duftend), Astlose Graslilie, Wald-Gamander, Gamander-Ehrenpreis, Echter Haastrang, Flügelginster (Blüten gelb, in einer endständigen Traube, Stängel breit geflügelt), Besenginster, Französischer Ahorn (mit leuchtend roten Früchten, Blätter dreilappig), Berg-Ahorn, Mehlbeere, Elsbeere, Speierling, Wolliger Schneeball, Pfaffenhütchen, Steinweichsel (auch Weichselkirsche oder Felsenkirsche genannt),

Einblütiges Perlgras, Wohlriechendes Ruchgras (im Heu weist das Gras auf Grund der Bildung von Cumarin den charakteristischen Heuduft bzw. Waldmeisterduft auf), Hain-Rispengras,

Nelkenhafer (Aira caryophyllea, ein zierliches Gras mit sehr lockerer Rispe, als Pionierart auf Felsgrus und Rohböden wachsend, Blütezeit Mai bis Juli).

Springschaumkraut, Vielstängeliges Schaumkraut, Bleicher Schöterich oder Gänsesterbe, Pfeilkresse, Durchwachsenes Hellerkraut (fruchtend),  Knoblauchsrauke, Mauer-Felsenblümchen oder Mauer-Hungerblümchen (Draba muralis, Blüten weiß, dicht gehäuft, Stängelblätter stängelumfassend, Blütezeit April bis Juni), Zypressen-Wolfsmilch, Felsen-Mauerpfeffer oder Trippmadam, Scharfer Mauerpfeffer, Arznei-Baldrian, Ebensträußige Margerite, Mausohr-Habichtskraut (Blätter behaart), Hufeisenklee, Hügel-Klee, Natternkopf, Himmelschlüssel, Knöllchen-Steinbrech, Blutroter Storchschnabel, Weicher Storchschnabel, Glänzender Storchschnabel, Kleines Springkraut, Kleiner Sauerampfer, Tüpfel-Johanniskraut, Stinkende Nieswurz (fruchtend), Saat- oder Fels-Mohn mit länglicher Fruchtkapsel und nur 5-8 Narbenstrahlen), Pfirsichblättrige Glockenblume, Nesselblättrige Glockenblume, beide noch nicht blühend, Dost oder Wilder Oregano, Goldaster (blüht erst im September),

Blaugrünes Labkraut, Kleb-Labkraut, Wiesen-Labkraut, Kleiner Wiesenknopf, Aufrechter Ziest,

Blauroter Steinsame, Zaunwicke, Erbsen-Wicke (nicht blühend, Blütezeit Juni bis August, Blüten hellgelb, Pflanze mit großen Fiederblättern, sie wird 80 – 200 cm hoch),

Aronstab, Stadt-Nelkenwurz, Mauerlattich und natürlich der Diptam in Knospen!

Tiere:  

Vögel: Kuckuck (ausdauernd  rufend), Buchfink, Buntspecht, Zilpzalp, Kohlmeise, Singdrossel, Rotkehlchen, im Wald der Waldlaubsänger mit seinen zwei Liedstrophen : einem Schwirrlaut und dann ein elegisches „dül. dül, dül, ….

Insekten: Segelfalter, Holzbiene, Bockkäfer (schwärzlich, schlank, recht flug-freudig).

Reptilien: 2 Zauneidechsen.

 

Barbara Albrecht, Jutta Maus