Die Rauchschwalben vom Wassersümpfchen

Seit vielen Jahren finden Rauchschwalben immmer wieder an den Brutplatz Wassersümpfchen zurück, um hier ihre Jungen groß zu ziehen. In einer überdachten Einfahrt bauten sich die Schwalben zunächst ein eigenes Nest aus Lehm auf einem Bewegungsmelder. Zwei zusätzlich angebrachte Kunstnester aus Holzbeton wurden inzwischen auch angenommen.
Die erste Brut in wurde in diesem Jahr mit fünf Jungen flügge. Die fünf Jungen der zweiten Brut sind zurzeit kurz davor, das Nest zu verlassen. Sobald sich ein Elternteil zeigt, sperren sie die Schnäbel auf und betteln um Futter. 
Beide Bruten wurden durch Ernst Wolfs vom NABU Bad Kreuznach mit Ringen der Vogelwarte Radolfzell beringt. 

Der Storch ist wieder da!

Es hat geklappt! Es haben sich wieder Weißstörche in der Gegend von Bad Kreuznach und den Rheinauen angesiedelt. Auf einem Schornstein der Gärtnerei  bei Globus konnten zwei Jungtiere dokumentiert werden, auf dem Strommasten "Mast 27" an der B41 hat ein Vogelpaar dies Jahr erstmals ein Nest errichtet und drei Jungvögel ausgebrütet. Im Horst auf dem Gelände des Landesjagdverbandes Gensingen werden sogar vier Jungtiere aufgezogen (siehe Bilder).

Dies ist ein gutes Zeichen, denn die Störche wurden zum Sinnbild der Bemühungen um eine Fluß- und Auenlandschaft, welche diese Bezeichnung auch verdient.

Die Aufnahmen hat uns Wofgang Rücker, Langenlonsheim, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!


Zwischen der Hindenburgbrücke bei Bingen-Rüdesheim und dem Zufluss des Weizbaches haben sich dies Jahr fünf Brutpaare niedergelassen. Die Kollegen und Kolleginnen vom NABU Schutzzentrum Rheinauen haben ihre Arbeiten, die zu diesem großen Erfolg geführt haben, hier dokumentiert.

Besser sitzen lassen

Jungvögel sind selten allein

Foto von Annelies Klotz, NABU
Foto von Annelies Klotz, NABU

Zurzeit piept es überall. In Nistkästen und Gebüschen bettelt der Vogelnachwuchs um Futter, viele Jungvögel haben das Nest schon verlassen. Beim NABU häufen sich nun die Anrufe von Naturfreunden, die vermeintliche Vogelwaisen aufgelesen haben.
Doch meist trügt der Schein: Die Jungen vieler Vogelarten verlassen ihr Nest bevor sie fliegen können. Mit den Eltern halten sie durch leise Rufe Kontakt.
Lediglich wenn Gefahr im Verzug ist, sollte man Jungvögel an einem geschützten Platz in der Nähe absetzen
Nur ganz selten sind Jungvögel tatsächlich verlassen. Erst wenn nach mehrstündiger Beobachtung kein Zweifel besteht, dass das Junge nicht mehr versorgt wird, könne es in Obhut genommen werden.
Wer einen Jungvogel aufnimmt muss sich im Klaren sein, dass die Aufzucht aufwändig ist und die Vogeleltern nicht ersetzen kann! Die beste Hilfe ist immer noch ein naturnahes Umfeld, in dem Jungvögel Deckung und Nahrung finden.

Wer mehr über die Vögel im Siedlungsbereich und ihre Bedürfnisse wissen will, erhält bei Einsendung von fünf Briefmarken zu 70 Cent an die NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig, die informative Broschüre „Vögel im Garten“.

Beringt für die Wissenschaft: Uhunachwuchs im Nahetal

In einer Felswand an der Nahe zieht ein Uhupaar zurzeit erfolgreich seine drei Jungen groß. Die etwa vier Wochen alten "Kleinen" der größten Eulenart weltweit wurden am Osterwochenende im Auftrag der Vogelwarte Radolfzell und im Dienst der Wissenschaft mit einem nummerierten Metallring am Bein markiert. Wird so ein beringter Vogel wiedergefunden, kann anhand der Ringnummer sein Geburtsort festgestellt werden. Neben den drei Jungvögeln lagen noch nicht verzehrte Beutetiere: Eine Ratte und ein Kaninchen. Dieser Vorrat deutet darauf hin, dass die Ernährungslage in diesem Frühling sehr gut ist. In Zeiten des Mangels wird die Beute sofort nach Erhalt verzehrt.

Stama-Schüler helfen beim Pflegeeinsatz

Im vollen Einsatz am steilen Hang: Stama-Schüler helfen dem NABU Bad Kreuznach bei der Landschaftspflege (Bild: Rainer Michalski)
Im vollen Einsatz am steilen Hang: Stama-Schüler helfen dem NABU Bad Kreuznach bei der Landschaftspflege (Bild: Rainer Michalski)

Willkommene Unterstützung hatten die Aktiven des NABU Bad Kreuznach und Umgebung bei ihrem Pflegeeinsatz bei Laubenheim/Nahe am  Samstag, dem 9. September. Gleich 15 Schülerinnen und Schüler des Biologie-Leistungskurses der Jahrgangsstufe 12 am Gymnasium an der Stadtmauer aus Bad Kreuznach räumten in Rekordzeit mit Rechen und Heugabel das Heu von der großen Magerwiese am Scheerwald ab, mit dabei ihre Lehrerin Katrin Kreiter. Die gute Arbeit wurde vom NABU mit einem üppigen Imbiss und einem Zuschuss für die Kurskasse belohnt. 
Doch wie kam es zu dieser Aktion? Die Besonderheiten der Natur im Nahetal waren Thema im Unterricht, der zur schönsten Blütezeit im Mai durch eine Exkursion zu den bunten Wiesen bei Laubenheim abgerundet wurde. Da der Erhalt dieser Blütenpracht von der jährlichen Mahd abhängig ist, beschlossen die Schüler spontan, in dieser Saison bei einem Einsatz zu helfen.
Das Nahetal ist einer der Hotspots der Artenvielfalt in Deutschland, und viel zu wenigen Menschen ist der Wert der Natur vor ihrer Haustür bewusst. Daher freuen wir uns besonders über dieses Engagement!

 

Rainer Michalski


Schwalbenairport Nahetal – NABU-Auszeichnung für Reiterhof Krapf/Ippesheim

zeigt Harald Krapf (links) und Rainer Michalski vom NABU mit Stute „Rebecca“, die mit stolzen 27 Jahren nun ihren verdienten Ruhestand auf dem Reiterhof genießt. Zahlreiche Menschen aus Bad Kreuznach und Umgebung haben auf ihr das Reiten gelernt.
zeigt Harald Krapf (links) und Rainer Michalski vom NABU mit Stute „Rebecca“, die mit stolzen 27 Jahren nun ihren verdienten Ruhestand auf dem Reiterhof genießt. Zahlreiche Menschen aus Bad Kreuznach und Umgebung haben auf ihr das Reiten gelernt.

Reger Flugbetrieb herrscht auf dem Reiterhof von Harald Krapf in Ippesheim, denn mehr als 50 Rauchschwalbennester befinden sich in den Stallungen und in der Reithalle, davon gut zwei Drittel zurzeit besetzt. Die große Anlage, die gleichzeitig Sitz des Reit- und Fahrclubs Bad Kreuznach ist, bietet den eleganten Fliegern ideale Bedingungen. Harald Krapf berichtet: „Jedes Jahr schlüpfen bei uns Hunderte von Jungvögeln, und im Herbst sitzt hier kurz vor dem Abflug in den Süden alles voller Schwalben. Sicher trifft dabei auch der eine oder andere Kleks mal ein Pferd oder einen Reiter und sicher machen die Vögel Dreck. Doch das ist nicht schlimm, denn Dreck kann man wegputzen. Für uns gehören Schwalben einfach dazu!“

 

Die Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" ehrt Menschen, die Schwalben in ihrem Zuhause willkommen heißen
Die Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" ehrt Menschen, die Schwalben in ihrem Zuhause willkommen heißen

 „So viele Schwalben, die auf einem Anwesen geduldet und als Mitbewohner geschätzt werden, sind heute schon eine kleine Sensation. Daher ist es uns eine besondere Ehre, Herrn Krapf im Rahmen unserer Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ mit der zugehörigen Plakette und einer Urkunde auszuzeichnen“, erklärt Rainer Michalski vom NABU Bad Kreuznach und Umgebung.

 

 

Früher galten Schwalben als Boten des Glücks, und noch immer gilt die erste aus dem afrikanischen Winterexil zurückgekehrte Schwalbe bei vielen als Anzeichen für den nahen Beginn der Freibadsaison. Docht trotz aller Sympathie gehen die Bestände von Mehl- und Rauchschwalbe seit Jahren kontinuierlich zurück. Wesentliche Ursachen hierzulande sind neben dem Rückgang der Insekten vor allem fehlende Nistmöglichkeiten und der Mangel an geeignetem Material für den Nestbau. Außen am Haus angebracht soll die bunte Plakette daher für den Schutz von Mehl- und Rauchschwalben werben und weitere Hausbesitzer für die Sommerboten gewinnen.

 

 

Doch wie können sich Schwalbenfreund darum bewerben? Rainer Michalski erklärt: „Haben auch Sie mehrere besetzte Mehl- oder Rauchschwalbennester am Haus und interessieren Sie sich für die Auszeichnung? Möchten Sie wissen, was Sie für die Schwalben tun können? Dann melden Sie sich unter 6731 547566 oder info@NABU-Rheinhessen.de bei der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe.“