Stama-Schüler helfen beim Pflegeeinsatz

Im vollen Einsatz am steilen Hang: Stama-Schüler helfen dem NABU Bad Kreuznach bei der Landschaftspflege (Bild: Rainer Michalski)
Im vollen Einsatz am steilen Hang: Stama-Schüler helfen dem NABU Bad Kreuznach bei der Landschaftspflege (Bild: Rainer Michalski)

Willkommene Unterstützung hatten die Aktiven des NABU Bad Kreuznach und Umgebung bei ihrem Pflegeeinsatz bei Laubenheim/Nahe am  Samstag, dem 9. September. Gleich 15 Schülerinnen und Schüler des Biologie-Leistungskurses der Jahrgangsstufe 12 am Gymnasium an der Stadtmauer aus Bad Kreuznach räumten in Rekordzeit mit Rechen und Heugabel das Heu von der großen Magerwiese am Scheerwald ab, mit dabei ihre Lehrerin Katrin Kreiter. Die gute Arbeit wurde vom NABU mit einem üppigen Imbiss und einem Zuschuss für die Kurskasse belohnt. 
Doch wie kam es zu dieser Aktion? Die Besonderheiten der Natur im Nahetal waren Thema im Unterricht, der zur schönsten Blütezeit im Mai durch eine Exkursion zu den bunten Wiesen bei Laubenheim abgerundet wurde. Da der Erhalt dieser Blütenpracht von der jährlichen Mahd abhängig ist, beschlossen die Schüler spontan, in dieser Saison bei einem Einsatz zu helfen.
Das Nahetal ist einer der Hotspots der Artenvielfalt in Deutschland, und viel zu wenigen Menschen ist der Wert der Natur vor ihrer Haustür bewusst. Daher freuen wir uns besonders über dieses Engagement!

 

Rainer Michalski

Unterstützer für den Naturschutz gesucht: NABU wirbt Mitglieder im Kreis Bad Kreuznach

Das Bild zeigt die Werber mit Teamchef Marcel Beck (dritter von links), Hilde Schmidt (NABU Bad Kreuznach, rechts) und Rainer Michalski (1. Vorsitzender NABU Bad Kreuznach, vorne links)
Das Bild zeigt die Werber mit Teamchef Marcel Beck (dritter von links), Hilde Schmidt (NABU Bad Kreuznach, rechts) und Rainer Michalski (1. Vorsitzender NABU Bad Kreuznach, vorne links)

Ausgerüstet mit Informationsmaterial und Argumenten für den Naturschutz wird ein Team von Studenten im Auftrag des Naturschutzbundes (NABU) in den kommenden Wochen in Bad Kreuznach und den Verbandsgemeinden Bad Kreuznach, Langenlonsheim, Rüdesheim und Stromberg in den Haushalten vorsprechen. Das professionelle Werbeteam unter Leitung von Marcel Beck besteht aus Studentinnen und Studenten mit einem guten Draht zum Naturschutz und zum NABU, die sich so in den Semesterferien Geld dazuverdienen.


 "Es geht uns dabei ausschließlich um die Gewinnung neuer Mitglieder, welche die Arbeit des NABU hier bei uns, landes- und bundesweit dauerhaft unterstützen“, erklärt Rainer Michalski, Vorsitzender im NABU Bad Kreuznach und Umgebung. Die Teammitglieder sammeln also kein Geld und sind dazu auch nicht berechtigt. Sie tragen im Dienst blaue NABU-Kleidung und können sich ausweisen.  "Auch wer nicht aktiv mithelfen kann, ist uns sehr willkommen. Jedes neue Mitglied ist eine Stimme für die Natur und leistet einen Beitrag zu ihrem Erhalt“, betont der Naturschützer.


Über tatkräftige Hilfe freut sich der NABU Bad Kreuznach ganz besonders. So etwa bei der Pflege von wertvollen Magerrasenflächen mit vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten oder bei der Kontrolle und Reinigung mehrerer hundert Nistkästen für Vögel und Fledermäuse von Bad Kreuznach bis in den Soonwald. Neben all den praktischen Arbeiten kommt beim NABU Bad Kreuznach auch die "Theorie" nicht zu kurz. Naturkundliche Exkursionen, Infostände und Vorträge, Kinderaktionen und die Arbeit in verschiedenen Naturschutzgremien sind fester Bestandteil des Vereinslebens. Geplant sei auch die Neugründung einer NABU-Kindergruppe für Kinder im Grundschulalter. „Aber auch für neue Ideen und Projekte sind wir offen“, meint Michalski abschließend.

Heimische Schlangen - Posterausstellung in der Stadtbibliothek Bad Kreuznach

Rainer Michalski erläutert die Schlangenausstellung.
Rainer Michalski erläutert die Schlangenausstellung.

Mit Schlangen ist das so eine Sache: Viele Menschen reagieren panisch, wenn sie in freier Natur auf ein solches Reptil treffen - zu Unrecht. Giftschlangen kommen natürlicherweise in Rheinland-Pfalz nicht vor. Drei Schlangenarten sind im Kreis Bad Kreuznach heimisch, und alle drei zählen zu den bedrohten Arten der Roten Liste. Bis zum 2. September werden sie in einer Posterausstellung der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe und der Naturstation "Lebendige Nahe" aus Bad Münster am Stein in der Stadtbibliothek Bad Kreuznach vorgestellt. Die Ausstellung informiert über die Lebensweise der scheuen Tiere. Hinzu kommen Empfehlungen zum Schlangenschutz im Garten und in freier Natur. Die Stadtbibliothek präsentiert zum Thema passende Bücher und Medien für alle Altersgruppen.

Schwalbenairport Nahetal – NABU-Auszeichnung für Reiterhof Krapf/Ippesheim

zeigt Harald Krapf (links) und Rainer Michalski vom NABU mit Stute „Rebecca“, die mit stolzen 27 Jahren nun ihren verdienten Ruhestand auf dem Reiterhof genießt. Zahlreiche Menschen aus Bad Kreuznach und Umgebung haben auf ihr das Reiten gelernt.
zeigt Harald Krapf (links) und Rainer Michalski vom NABU mit Stute „Rebecca“, die mit stolzen 27 Jahren nun ihren verdienten Ruhestand auf dem Reiterhof genießt. Zahlreiche Menschen aus Bad Kreuznach und Umgebung haben auf ihr das Reiten gelernt.

Reger Flugbetrieb herrscht auf dem Reiterhof von Harald Krapf in Ippesheim, denn mehr als 50 Rauchschwalbennester befinden sich in den Stallungen und in der Reithalle, davon gut zwei Drittel zurzeit besetzt. Die große Anlage, die gleichzeitig Sitz des Reit- und Fahrclubs Bad Kreuznach ist, bietet den eleganten Fliegern ideale Bedingungen. Harald Krapf berichtet: „Jedes Jahr schlüpfen bei uns Hunderte von Jungvögeln, und im Herbst sitzt hier kurz vor dem Abflug in den Süden alles voller Schwalben. Sicher trifft dabei auch der eine oder andere Kleks mal ein Pferd oder einen Reiter und sicher machen die Vögel Dreck. Doch das ist nicht schlimm, denn Dreck kann man wegputzen. Für uns gehören Schwalben einfach dazu!“

 

Die Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" ehrt Menschen, die Schwalben in ihrem Zuhause willkommen heißen
Die Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" ehrt Menschen, die Schwalben in ihrem Zuhause willkommen heißen

 „So viele Schwalben, die auf einem Anwesen geduldet und als Mitbewohner geschätzt werden, sind heute schon eine kleine Sensation. Daher ist es uns eine besondere Ehre, Herrn Krapf im Rahmen unserer Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ mit der zugehörigen Plakette und einer Urkunde auszuzeichnen“, erklärt Rainer Michalski vom NABU Bad Kreuznach und Umgebung.

 

 

Früher galten Schwalben als Boten des Glücks, und noch immer gilt die erste aus dem afrikanischen Winterexil zurückgekehrte Schwalbe bei vielen als Anzeichen für den nahen Beginn der Freibadsaison. Docht trotz aller Sympathie gehen die Bestände von Mehl- und Rauchschwalbe seit Jahren kontinuierlich zurück. Wesentliche Ursachen hierzulande sind neben dem Rückgang der Insekten vor allem fehlende Nistmöglichkeiten und der Mangel an geeignetem Material für den Nestbau. Außen am Haus angebracht soll die bunte Plakette daher für den Schutz von Mehl- und Rauchschwalben werben und weitere Hausbesitzer für die Sommerboten gewinnen.

 

 

Doch wie können sich Schwalbenfreund darum bewerben? Rainer Michalski erklärt: „Haben auch Sie mehrere besetzte Mehl- oder Rauchschwalbennester am Haus und interessieren Sie sich für die Auszeichnung? Möchten Sie wissen, was Sie für die Schwalben tun können? Dann melden Sie sich unter 6731 547566 oder info@NABU-Rheinhessen.de bei der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe.“